Platz 8 für Aglaia und Gerrit mit Team Steiermark 2 beim Bundesländercup

„EGAL!“ – Bundesländercup 2018 begeisterte

 

Die Teilnahme am Basketball Bundesländercup in Tulln endete für die Mädels vom Team Steiermark 2 mit Platz 8 (von 17 Teams) – doch das war im Grunde nur eine Randnotiz.

 

Nach einer kurzfristigen Meldung und zwei Trainingseinheiten zum Kennenlernen machten sich Elisabeth Dudau (DBBC Graz), Gerrit Rumpf (UBI Graz), Aglaia Martini und Lejla Meskic (DBBC Graz), (UBI Graz) mit gemischten Gefühlen auf den Weg an die Donau – schließlich wussten sie nicht genau, was bei der dreitägigen Veranstaltung auf sie zukommen sollte.

Die erste Partie der Vorrunde war gegen Team Burgenland 1 schnell gespielt und ging mit 6:11 verloren, doch die gemischten Gefühle blieben. „Waren die jetzt so gut oder waren wir schlecht?“ lautete die Frage, die im Verlauf des Turniers deutlich beantwortet wurde.

Highlights des ersten Abends waren die Hose des Kellners und das Wort „Supermarkt“ beim Activity spielen. So endete der erste Tag unspektakulär und topmotiviert für die weiteren Spiele.

Der Vormittag von Tag 2 sollte mit den drei verbliebenen Vorrundenspielen Gewissheit darüber bringen, wie sich die Mädchen im österreichweiten Vergleich schlagen können. Zunächst verlor Team „EGAL!“ gegen den späteren Halbfinalisten Oberösterreich 1 deutlich mit 4:9, wobei die Leistung in der Verteidigung passte und Lust auf mehr machte. Ein deutlicher 11:1 Sieg gegen Wien 3 öffnete die Türe ins Viertelfinale einen Spalt weit. Die Mädchen merkten plötzlich, dass sie mithalten können und erkämpften sich durch ein überzeugendes 8:4 gegen Niederösterreich 2 tatsächlich einen Platz unter den besten Acht.

Im Viertelfinale wartete dann erneut Burgenland 1, die ihre Vorrundenspiele im Schnitt mit 11 (!) Punkten Unterschied gewonnen hatten – wobei das -5 von Steiermark 2 am Donnerstag plötzlich in einem ganz anderen Licht erschien. Ohne Stress, aber mit viel Mut und Willen traten die Mädchen diese schwere Aufgabe an. Die 4:8 Niederlage hatte nicht etwa Frust, sondern Begeisterung zur Folge. Jetzt hatten die Außenseiterinnen Lunte gerochen, denn immerhin war völlig unerwartet Platz 5 in Reichweite. Leider folgte im fünften Spiel an einem Tag beim 3:8 gegen Oberösterreich 2 die einzig wirklich schlechte Leistung im gesamten Turnier. Bis zum 3:3 verlief die Partie spannend, doch dann waren bei „EGAL!“ die Akkus komplett leer und man war chancenlos.

Der Abend, den die Mädchen gemeinsam mit den Eltern und Coach Aendy in einem chinesischen Restaurant verbrachten, hatte noch eine kleine Überraschung auf Lager: Der Team „EGAL!“ Glückskeks, den Aendy unter Zeugen öffnete, sagte: „Eine neue Freundschaft wird euch verzaubern“. Wow! So richtig lag Konfuzius selten…

Auf dem Court endete der Bundesländercup 2018 für die Steiermark 2 Mädels mit einem Thriller gegen Kärnten 1, den die Kärntnerinnen mit einem „Dreier“ in den Schlusssekunden für sich entschieden. Die Enttäuschung war nach dem Spiel riesig, jedoch spiegelt die Platzierung nicht ansatzweise wider, was für Team Steiermark 2 beim Bundesländercup 2018 geschehen war:

Team „EGAL!“ (man achte auf die Vornamen der Spielerinnen) hat sich gesucht und gefunden.

In unvergesslichen Tagen machten alle Mädchen mehrere Schritte nach vorn und dürfen stolz auf das gemeinsam Erreichte sein. „Dass ich bei der Verabschiedung vor Begeisterung mit den Tränen kämpfen musste, ist mir als Trainer in mehr als 30 Jahren nicht oft passiert“, resümiert Aushilfscoach Aendy Lüdigk. Nicht unerwähnt bleiben darf der Einsatz der Eltern, die die gesamte Organisation übernommen hatten, sowie die BLC Orga inkl. Schiedsrichtern und Helfern – Danke an alle für diese unvergesslichen Tage.

Bleibt zum Schluss nur noch die Frage vom Anfang zu beantworten, was der Yao Schäfer (Trainer des überragenden Turniersiegers Burgenland 1) mit einem Kommentar tat, der für die „EGAL!“ Mädels mindestens so wichtig war wie Platz 8: „Ihr wart für uns im ganzen Turnier die Mannschaft, die am schwierigsten zu spielen war und habt uns in den beiden Partien geholfen, fürs Finale bereit zu sein“.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Bericht: Ändy Luedigk